Abschrift aus dem Geburtenbuch

Allgemeine Informationen

Eine Abschrift aus dem Geburtenbuch wird gewöhnlich bei einer Eheschließung oder der Begründung einer eingetragenen Partnerschaft benötigt. Die Abschrift aus dem Geburtenbuch darf nicht älter als sechs Monate sein.

Diese ist noch bis 31. Oktober 2014 vorgesehen. Ab 1. November 2014 ist das Zentrale Personenstandsregister in Betrieb (PStG 2013).

Im Gegensatz zur Geburtsurkunde, die nur einen Auszug aus dem Geburtenbuch darstellt (z.B. zum Zeitpunkt der Geburt geführter Name), hat die Abschrift aus dem Geburtenbuch den vollen Wortlaut aller früheren Eintragungen des Geburtenbuches zu enthalten, d.h.

  • alle Haupteintragungen, die die Geburt unmittelbar betreffen,
  • die Vermerke, durch die eine abgeschlossene Haupteintragung berichtigt wird, und
  • die Hinweise, die den Zusammenhang zwischen verschiedenen Eintragungen herstellen.
HINWEIS
Die Personenstandsbehörde hat die Sozialversicherung ihres Zuständigkeitsbereichs über Geburten und Todesfälle zu informieren. Ist eine derartige Meldung mangels technischer Voraussetzungen (noch) nicht möglich, hat die Personenstandsbehörde auf Antrag eine Bestätigung auszustellen. Diese Bestätigung ist kostenlos, wenn dadurch Sozialversicherungszwecke erfüllt werden.

Voraussetzungen

Damit Dritte nicht frei auf Ihre Daten zugreifen können, ist das Recht auf eine Abschrift aus dem Geburtenbuch auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt:

  • Personen, auf die sich die Eintragung bezieht, sowie sonstige Personen, deren Personenstand durch die Eintragung berührt wird
  • Personen, die ein rechtliches Interesse daran glaubhaft machen, soweit kein überwiegendes schutzwürdiges Interesse der Personen, auf die sich die Eintragung bezieht, entgegensteht
  • Behörden und Körperschaften des öffentlichen Rechts im Rahmen der Vollziehung der Gesetze

Zuständige Stelle

Für Geburten vor dem 1.1.1939:
  • Das Pfarramt der Kirchengemeinde Ihres Geburtsortes
Für Geburten nach dem 1.1.1939:

Die Personenstandsbehörde, die für den Geburtsort (z.B. Standort des Spitals) örtlich zuständig ist:

Verfahrensablauf

Die Abschrift aus dem Geburtenbuch muss bei der zuständigen Stelle beantragt werden. Die Antragstellung kann persönlich, schriftlich oder elektronisch (mit Bürgerkarte) erfolgen. Das Antragsformular erhalten Sie bei der zuständigen Stelle oder am Ende dieser Seite.

HINWEIS
Die Abschrift aus dem Geburtenbuch wird bei persönlicher Vorsprache in der Regel sofort ausgestellt.

Erforderliche Unterlagen

  • Bei persönlicher Vorsprache: amtlicher Lichtbildausweis
  • Geburtsurkunde (nicht zwingend notwendig, erleichtert aber das Auffinden des Geburtseintrages)
  • Eventuell Glaubhaftmachung eines rechtlichen Interesses

Kosten

  • Antrag:
    • Mündlich: gebührenfrei
    • Schriftlich: 14,30 Euro Bundesgebühr
  • Abschrift aus dem Geburtenbuch: 9,30 Euro (7,20 Euro Bundesgebühr plus 2,10 Euro Bundesverwaltungsabgabe)

Für die Beantragung und Ausstellung einer Abschrift aus dem Geburtenbuch, die unmittelbar durch die Geburt eines Kindes veranlasst sind, sofern sie innerhalb von zwei Jahren ab Geburt des Kindes ausgestellt wird, fallen keine Gebühren an (gilt daher nicht bei Ausstellung eines Duplikats nach Verlust oder Diebstahl). Bei Zusendung der Abschrift aus dem Geburtenbuch entstehen in der Regel weitere Kosten. Erkundigen Sie sich bitte beim zuständigen Standesamt.

HINWEIS
Bestätigungen der Personenstandsbehörde für Sozialversicherungszwecke sind kostenlos.

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Geburtenbuch – Abschrift

Stand: 01.01.2014
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Finanzen
Bundesministerium für Inneres
Transparente Grafik zwecks Webanalyse

Quelle: HELP.gv.at

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